Nachdem es mir auch nach noch so sorgfältiger Verlegung der Stromleitungen an meinem Arm-O-Kopter nicht gelungen ist, eine Beeinflussung des Kompasses praktisch vollkommen zu vermeiden, habe ich mir überlegt, die Beeinflussung des Kompasses durch die hohen Ströme, die in einem Quadrokopter fliessen, doch einmal zu simulieren. Dazu habe ich folgenden Aufbau gewählt:
![]() der Testaufbau |
Mein Verdacht fiel vor allem auch auf die Motorregler, da diese ja meist so aufgebaut sind, dass die Plus- und die Minusleitung
an den jeweils gegenüberliegenden (Breit-)Seiten der Motorregler-Platine verlaufen und somit eine offene Schleife bilden. Deshalb habe
ich auch diese Schleife nachgebildet.
Die Versuchsanordnung ist ganz einfach: ein Netzgerät liefert 12 V, Autoscheinwerferlampen sind der Arbeitswiderstand, der
Spannungsabfall an einem 0,001-Ohm-Widerstand dient der Strommessung.
Der Strom beträgt in dieser Versuchsanordnung 7,4 A, das ist zwar wesentlich mehr, als ein durchschnittlicher Schwebestrom, aber
immer noch weniger als der Strom durch einen Motor bei Vollgas.
Nachgebildet habe ich eine sorgfältig parallel verlegte Leitung (Zwillingsleitung), eine verdrillte Leitung und die Stromschleife
in einem Motorregler.
Hier nun das Video zu dem Versuch:
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Test Kompassbeeinflussung durch stromdurchflossenen Leiter (22MB) |
Aus dem Versuch leite ich ab:
- eine verdrillte Leitung erzeugt ein deutlich geringeres Magnetfeld als zwei noch so sorgfältig parallel verlegte Leitungen.
- die Stromschleife, die ein Motorregler darstellt, hat ein ziemlich weitreichendes Störmagnetfeld.
Meiner Meinung nach sollten Motorregler daher so gelayoutet werden, dass die hochstromführenden Leitungen auf derselben (Breit-)Seite
der Platine verlaufen.